"Tanz und Körperarbeit ist mein Leben"
Ich bin diplomierte Sozialarbeiterin, psychologische Beraterin, diplomierte biodynamische Körpertherapeutin nach Gerda Boyesen (SIB, Schweizerisches Institut für Biodynamik) und Mitglied im BBS, im Berufsverband Biodynamik Schweiz, Mitglied der Tanzvereinigung Schweiz (TVS). Weiterbildungen in klassischer Massage und Fussreflexzonentherapie (beides bei Bio - Medica) sowie Beckenbodenlehrerin und orientalische Tanzlehrerin (Bauchtanzlehrerin). Ich habe jahrelange Erfahrung im Derwischdrehtanz, aktiver Meditation, sowie Fortbildung in Rebalancing, Körperarbeit, Atem- und Energiearbeit.
Momentan studiere ich zusätzlich berufsbegleitend psychotherapeutische Psychologie in Krems und Zürich.
Ich möchte andere Menschen auf ihrem Weg ganzheitlich begleiten durch therapeutische Arbeit (Gerda Boyesen - Methode / Biodynamische Psychologie) einzeln oder in Gruppen, Orientalischen Tanz, Beckenbodenarbeit und Meditationen. Mir liegt es daran, dass die Frauen (und Männer), die zu mir und in mein Studio kommen, ganzheitliche Entwicklungsimpulse bekommen. Mein Ziel ist es nicht, beispielsweise im Tanzunterricht ausschliesslich Technik zu vermitteln - obwohl diese auch wichtig ist, um auf gesunde Art tanzen zu lernen und den Tanz sozusagen originalgetreu weiterzugeben - sondern den Frauen zu mehr Körper- und Selbstbewusstsein zu verhelfen; ihnen zu verhelfen, sich wohler, ausgeglichener und zufriedener, "runder" zu fühlen.
Im Bauchtanz sowie in der Therapie und der Körperarbeit, geht es darum, sich wieder ganzer zu fühlen, verlorene Anteile, Aspekte (körperlich und seelisch) wieder aufzufinden und zu integrie ren. - Z.B. Teile unseres Körpers zu spüren oder zu bewegen, die wir lange oder nie richtig gespürt oder wahrgenommen haben, unsere Weiblichkeit zu entdecken; gegebenenfalls auch sich damit auseinanderzusetzen, was es bedeuten könnte, sich als hübsche Frau in Szene zu setzen. - Da geht es um das Körper- und Selbstwertgefühl und natürlich auch unsere Erziehungsnormen (Bescheidenheit) und überlieferte kulturelle und religiöse Normen (die "gute" Frau, die Mutter und dann die intellektuelle Frau, die "femme fatale", die "Hure", die "Heilige" usw.) Es geht im Tanz und in der Therapie immer wieder um seelisch - geistige Programmierungen, denen wir uns oft garnicht bewusst sind, oder die wir abstreiten ("ich bin nicht religiös", ich habe mich schon mit den kulturellen Hintergründen auseinandergesetzt" ...). - Und es geht natürlich darum, über diese Einengungen darüber hinauszuwachsen.
Die Arbeit mit dem Orientalischen Tanz setzt aussen an und kann nach innen gehen; Körperarbeit setzt bei inneren seelischen und energetischen Veränderungen an, die dann im Aussen sichtbar werden können. - So ergänzt sich beides. Der Orientalische Tanz, Körperarbeit, Therapie und Meditationen sind Wege, die helfen können, mehr in die eigene Mitte zu kommen, die Integration zwischen Körper Intellekt und Seele zu fördern, die Selbstakzeptanz und -liebe, das Selbstbewusstsein zu entwickeln.
Meine tänzerische Laufbahn als Orientalische Tänzerin (Bauchtänzerin) und Bauchtanzlehrerin umfasst folgende Stationen: Zwei Jahre klassisches Ballett, seit 1991 Orientalischer Tanz bei folgenden LehrerInnen: Mona Borer (CH), Shahrazad (NL u. D), Bahéia Beatrice Schürmann (CH), Anisa Cynthia Pawlowski (USA u. CH), Parvatia Carolee Bull (USA), Hassan Khalil (Ägypten. u. Kuwait), Nesrin Topkapi (Türkei), Khaled Seif (Äg. u. CH), Gamal Seif (Äg. u. D), Aladin Elkoly (Äg. u. D), Leila Haddad (Marokko u. F). Tanzlehrerinnenausbildung bei Khaled und Gamal Seif sowie Aladin, Fortbildung bei Oriental Dance Art bei Havva und Layali.
Es ist mir wichtig, den Orientalischen Tanz auf den Bühnen der Schweiz und im Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger so zu etablieren wie beispielsweise den Flamenco puro oder den Jazztanz. Daneben möchte ich gerne Beitrag zur Integration ausländischer BürgerInnen hier in der Schweiz leisten.
Interview mit Samara
Meine Person und meine Idee:
Der Tanz als Medium für Körperbewusstsein, Gesundheit und Selbstfindung
Neben meiner Tätigkeit als Tanzlehrerin für Orientalische Tänze führe ich auch Veranstaltungen im orientalischen Kulturbereich durch ( z.B. Shows, Feste, Bazare, Workshops mit international bekannten GastdozentInnen des Raqs Sharki u.s.w.). Ausserdem arbeite ich mit anderen Schulen für Orientalischen Tanz in der Schweiz zusammen.
Ich engagiere mich intensiv für eine grössere Verbreitung und Akzeptanz des Bauchtanzes (Raqs Sharki: aus dem Arabischen: Tanz des Ostens), weil Bauchtanz in jeder Hinsicht starke gesundheitsfördernde Wirkungen im körperlichen sowie im seelischen Bereich hat. - Dies kann ich aus eigener Erfahrung beurteilen.
Der Orientalische Tanz wird bei den Schweizer Frauen aller Altersgruppen, Schichten und jeglichen Gesundheitszustandes immer beliebter. Bauchtanz ist von jeder Frau - egal welchen Alters und welcher Statur - prinzipiell erlernbar und dient unter anderem der Gesundheitsförderung und Krankheitsprophylaxe. Dieser Tanz wirkt zum Beispiel lindernd und / oder heilend bei diversen rheumatischen Beschwerden, seelischen Problemen oder Unausgeglichenheiten sowie bei Frauenleiden, Menstruationsbeschwerden u.a.. Er dient auch der Entwicklung oder Verbesserung eines gesunden Körper- und Selbstwertgefühls. - Die Krankenkassen beginnen jetzt, den gesundheitlichen Nutzen des Orientalischen Tanzes wahrzunehmen: SWICA - mit denen ich zusammenarbeite - übernehmen als Gesundheitsförderung einen Teil der jährlichen Kurskosten.
Eine Frau, die den Raqs Sharki, den Bauchtanz, als Kunstform erlernen will, muss sich mit ihrem eventuell schlechten Körperbewusstsein und / oder Selbstbild auseinandersetzen; sie kann lernen, ihre Grenzen zu erweitern. Entweder frau / man setzt sich mit seinen wirklichen oder vermeintlichen Schwächen auseinander und wird in jeder Hinsicht aufrechter - beim Tanzen und im Leben - oder sie / er wird das Tanzen aufgeben (müssen).
Orientalischer Tanz ist selbstverständlich auch für Männer erlernbar und für diese genauso geeignet und hat natürlich auf jene auch ähnliche gesundheitsfördernde und prophylaktische Wirkung. (Es gibt Tänze / Folkloretänze aus dem orientalischen Raum eigens für Männer!) Der Raqs Sharki kann als aktive Meditation auch ein Weg zur Zentrierung, Selbstfindung und seelischen Ruhe und Ausgeglichenheit sein.
Als künstlerisch und ästhethisch wertvolle Tanzform wird Bauchtanz auch gerne gesehen und gewinnt in unserem Lande mehr und mehr Beachtung.
Der Orientalische Tanz als integrative Kraft zwischen den Kulturen
Zusätzlich möchte ich einen Beitrag zur politischen und gesellschaftlichen Integration der ausländichen Wohnbevölkerung leisten.
Dieses Ziel möchte ich nicht über politische Diskussionen erreichen, an denen oft nur der Kopf und der Verstand beteiligt sind; denn hier kommen vor allem alle jemals übernommenen Vorurteile der jeweiligen Personen zum Tragen. So entstehen dann Situationen, dass Menschen dem Zuzug sowie gewissen Integrationsbestrebungen der ausländischen Wohnbevölkerung kritisch gegenüberstehen, aber gleichzeitig durchaus AusländerInnen zu ihrem engeren Freundeskreis zählen. - Sie schätzen nämlich die kulturelle Bereicherung, die in vielerlei Beziehung durch unsere ausländischen MitbürgerInnen, vor allem auch nichteuropäischer Länder, entsteht.
Ich möchte die Menschen über das Herz, das Gefühl, das Erleben gemeinsamer kultureller Anlässe, an denen der Schweizer, die Schweizerin den Wert ausländischer Kultur erlebt, erreichen. - Die gemeinsame Freude, die Freude am gemeinsamen Bauchtanzen möchte ich in den Mittelpunkt stellen. Der Bauchtanz dient mir als Medium, als integrative Kraft, um die Menschen zusammenzubringen. Gerade diese Tanzform ist als Medium sehr geeignet; unter dem weiblichen Teil der Schweizer Bevölkerung erfreut er sich in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit.
Und: Wer zusammen feiert und gemeinsam Freude hat, ist eher geneigt, Vorurteile abzubauen oder diese garnicht erst aufzubauen.
NZZ-Artikel: Einverleibte Exotik
Show Samara: Charme und Schalk
Liebe und Akzeptanz kommt durch gemeinsame Freude